Das vierte Lebensjahr

Zu Motorik:
Welche Vortschritte macht mein Kind in der Motorik?
Die Beswegungen werden automatisierter und gezielter (adaptive Variabilität)
durch die enorme Lernvortsetzung ist kognitie Entwicklung wiederum gefördert

das Kind kann sich nun um die eigene Achse drehen, kann laufen, springen, Schultern unterschiedlich bewegen, versucht auf Bäumen zu klettern und Dreirad zu fahren

Die Aufmerksamkeit wird in diesem Alter wieder Besonders gefördert, da wird die entdeckung des eigenen Körper und des ICH empfinden verstärkt.

Zu Sprachentwicklung:
Wann beginnt die Sprachentwicklung und wie baut sie sich auf?
Sie beginnt schon beim Fötus, ab der 27. Schwangerschaftswoche, zwar nur gedämpft und die hohen Töne hören sie nicht, aber später als geborenses Kind, bevorzugen sie die Stimme der Mutter.
Bei dem Reflexschrei des Kindes nach der Geburt, werden die ersten eigenen Laute des Kindes produziert.
Wenn das Kind gut schluckt, laut schreit und gut saugt in den ersten Tagen, dann sind die Voraussetzungen gut für die weitere Sprachentwicklung
Im 2. Lebensmonat geht das Geschrei und Brabbeln in Laute wie aha und aba über.
Dadurch werden die Sprechorgane Zunge, Lippen und Gaumen trainiert
3. Monat: sind Muskeln weiter ausgebildet. Sie können nun bestimmte Laute nachverfolgen
4. Monat: R Laute kommen hervor und sie verbinden erste Laute. Es hört sich an wie Gurren oder Gurgeln. Ab den 4. und 5. Lebensmondat werden die f und w und "th" Laute geübt.
Das Kind ist in der Lallphase in der Lage jeden Laut zu produzieren (es gibt 100 Laute)
Jedoch verlernt es die Laute, die nicht in der Muttersprache gesprochen wird.
Um die ganzen Laute zu entwickeln, muss Hörzentrum und Sprachzentrum zusammenarbeiten.
Die akustische Wahrnehmung (Ohren), liefern Geräusche ins Hörzentrum im Gehirn. Hört ein Kind schlecht, dann hört es verzerrt und spricht dann auch so.
Mit 13 Monaten kann das erste Wort gesprochen werden. Ab 1 ½ Jahren beginnen sich die ersten Sätze besser zu entwickeln.

Weitere Entwicklungen sollten beim 1. vollendeten Lebensjahr vorhanden sein:
- den Mund überwiegend geschlossen halten
- sein Speichel herunterschlucken
- den Löffel mit Lippen und Zunge abschlecken
- die Stimme so modulieren, dass sie daraus auf seine Stimmungslage schließen kann
- husten, quitschen, gurren, nachahmen


Welche Sinne sind wichtig?
Um das Sprechen zu lernen muss das Gehör und die Augen gut funktionieren. Ebenfalls auch das Nervensystem, Motorik (stimmlippen, Lippen, Zunge, Mimik/Gestik, Muskelspannung), Gaumen und Kiefer und das Geistige.

Was ist besonders im vierten Lebensjahr in der Sprachentwicklung?
Mit 2-3 Jahren sind es nur einfache Wortlaute, die das Kind kann.
Mit 4 treten Lautverbindungen mit b,m,n,d,f und w auf. Schwierig sind g,k,s und sch z.B. Fleisch zu Schleif, Flasche zu Schlaffe,

Konjuktionen von Verben und die verschiedenen Zeitformen werden im 3-5 Lebensjahr angewant und geübt

die Sprache ist noch nicht ganz ausgereift
unregelmäßige Werben sind noch nicht im Gehirn gespeichert z.B. Sabine hat nudeln geesst.

Sie können mit Mengen umgehen (viele, wenig, mehr ein bisschen)

Sie verstehen was gestern und morgen ist, aber noch nicht Stunden oder Minuten unterschiede.

Ursächliche zusammenhänge (kausalitäten) spielen eine große Rolle z.B. weil ein Kind sich gestoßen hat, weint es jetzt.

Das Fragealter beginnt (wieso weshalb warum...)

es geht um Gewissheit und um Erfahrungen und dadurch wird es langzeitig gespeichert
Mädchen sind weiter als Jungen

Die Kinder fragen sich nun, wie mit ihnen umgegangen wird. z.B wie wurde ich begrüßt heute im Kiga?

Ende des 4. Lebensjahr ist die Entwicklung der Sprache in der Regel in den Grundzügen abgeschlossen.
Sie sind in der Lage längere und vollständige Sätze zu bilden und unterschiedliche Wortarten in richtiger Reihenfolge zu bilden


Welche sprachstörungen gibt es?

-Stammeln, einige Kinder machen ein Entwicklungsstammeln durch, bis zum 4 Lebensjahr sollte es überwunden sein.

- Stottern, durchlaufen viele Kinder – physiologisch bedingtes Stottern die Phase ist ca zwischen 2 ½ und 3 ½ hällt es länger an, so ist es eine Redeflussstörung

- Poltern, verschlucken Wörte, silben oder Endsilben Mor mach wi ein Aus; heißt: Morgen machen wir ein Ausflug)

- Autismuss, (Keine Beziehung zu anderen Menschen, wiederholen gleicher Wörter) ,

- Mutismuss (meist durch Hirnschädigungen, braucht starken Bezug/Bindung zur Mutter),
Alalie Nicht sprechen, (bei der Lall Phase) ,

- Näseln (durch die Nase sprechen)

- Dysgrammatismus:Unfähigkeit , Sätze nach den Regeln und Syntax richtig zu bilden. Fehler der Wortbeugung ( ein schön Mädchen) und Fehler der Wortstellung ( ich heim gehe bald)

- Stammeln: wenn die Entwicklung der Aussprache/Artikulation deutlich hinter der Alters norm zurückbleibt zB Snecke statt Schnecke oder Flasse statt Flasche

- Lispeln ( Sigmatismus ) bezeichnet, dass der S-Laut nicht normgerecht gebildet wird. Dabei werden folgende Arten des Lispelns unterschieden:
Sigmatismus interdentalis ( Zwischenzahnlispeln, d.h. der Ersatzlaut ist das englische th )

Sigmatismus addentalis ( Zungenspitze stößt gegen die Zähne - Folge: Zahnfehlstellung )

Sigmatismus lateralis ( Luftstrom im Mund geht nicht zentral sondern seitlich )

Sigmatismus nasalis ( Luftstrom geht durch die Nase )

Sigmatismus stridens ( ein Pfeifen ersetzt den normgrechten S-Laut )



was kann man bei Sprachstörungen eines Kindes tun?

- Man kann verschiedene Sprachgymnastiken z. B. Mit der Zunge, Lippen, Wangen und Gaumen (z. B. Pusten) machen.


- Förderung der Sprachentwicklung
Spiele und Bücher regen Phantasie, Kreativität, Intelligenz und Gedächtnisleistungen an

-Emotionale Zuwendung, daraus wird Selbstvertraun und Geschöpft

-Anregung und Anreize für die geistige Entwicklung als auch Sprachliche Entwicklung

-Interessen der Kinder fördern